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Gott nicht verniedlichen

(30. Juli 2010/idea) - Christen sollten Gott weder verharmlosen noch verniedlichen und sich nicht scheuen, auch von Sünde und Gott als Richter zu reden. Einen Gott, der nur lieb sei, empfänden viele Menschen als entbehrlich, sagte der freikirchliche Theologe und designierte Leiter der Biblisch-Theologischen Akademie des Forums Wiedenest (früher: Missionshaus Bibelschule Wiedenest), Pastor Horst Afflerbach (Bergneustadt/Oberbergisches Land).

Afflerbach sprach am 29. Juli bei der Jahreskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg. Erst das Reden von Sünde und Gottes Gericht mache die Botschaft von Gnade und Erlösung verständlich.

Afflerbach empfahl Christen, ihre Beziehung zu Gott zu pflegen. Je mehr diese vernachlässigt werde, desto grösser sei die Gefahr, das Herz an Götzen wie Geld, Erfolg oder Gesundheit zu hängen. Diese könnten jedoch keinen inneren Frieden schenken: „Das ist wie wenn man Durst hat und Salzwasser aus dem Meer trinkt – es macht einen nur noch durstiger.“

Afflerbach, bisher Dozent für Systematische Theologie an der Biblisch-Theologischen Akademie des Forums Wiedenest, übernimmt die Leitung mit Beginn des Schuljahrs 2010/11 von Ulrich Neuenhausen, der ab 1. Dezember das Gesamtwerk führt. Amtsinhaber Gerd Goldmann geht dann in den Ruhestand.

Das mit den Brüdergemeinden verbundene Forum Wiedenest ist eines der grössten evangelikalen Werke für Mission, Theologie und Gemeinde im deutschsprachigen Europa. Die theologische Ausbildungsstätte wird von 150 Studenten besucht.

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