Fields-Medaille für israelischen Professor
(19. August 2010/fa) – Professor Elon Lindenstrauss vom Einstein-Institut für Mathematik an der Hebräischen Universität Jerusalem hat heute die mit dem Nobelpreis vergleichbare höchste Auszeichnung für Mathematik, die Fields-Medaille, verliehen bekommen.
Diese Auszeichnung, die alle vier Jahre an herausragende Mathematiker bis zu einem Alter von 40 Jahren vergeben wird, hat damit zum ersten Mal ein Israeli erhalten.
Die Verleihung fand in Hyderabad in Indien anlässlich der Eröffnung des Internationalen Mathematik-Kongresses statt und wurde durch den indischen Präsidenten Shrimati Pratibha Patil vorgenommen.
Der Präsident der Hebräischen Universität, Prof. Menahem Ben-Sasson, wies darauf hin, dass Israel durchaus eine mathematische Führungsmacht sei, die Medaille aber bisher noch nicht gewonnen habe, weil die Altersbeschränkung von 40 Jahren für Israelis eine gewisse Hürde darstelle. Israelische Wissenschaftler könnten ihre Karriere erst viel später beginnen, da sie zuvor militärischen Pflichten nachkommen müssten. Dennoch sei in diesem Fall bewiesen, dass talentierte Wissenschaftler diese Hürde durchaus nehmen könnten.
Menschen wie Prof. Lindenstrauss könne man durchaus als „kulturelle Helden“ bezeichnen, meinte der Präsident der Hebräischen Universität, Prof. Menahem Ben-Sasson.
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