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Bern: Demo für Menschenrechte

(25. September 2010/th.) – Rund 2000 Personen haben in Bern für weltweite Religionsfreiheit de-monstriert. Dieses Freiheitsrecht werde in vielen Ländern zunehmend missachtet. Darauf wollten die Manifestanten am Samstag auf dem Bundesplatz aufmerksam machen.

Im Fokus standen bei der Manifestation islamische Staaten, wo heute die Religionsfreiheit besonders bedroht sei. An der von der Menschen-rechtsorganisation CSI Schweiz und der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) gemeinsam durchgeführten Kundgebung wurde darauf hingewiesen, dass heute in vielen islamischen Ländern sowohl Christen als auch andere religiöse Minderheiten unter extremem Druck stehen.

In gewissen Ländern sei die Situation für Christen so unhaltbar geworden, dass auch einstmals bedeutende christliche Minderheiten kaum anzutreffen seien. Genannt wurden als Beispiele der Irak, aber auch das Gebiet der Palästinenser und selbst die Türkei.

Verschiedene Redner wiesen darauf hin, dass besonders der Religionswechsel vom Is-lam weg zu einem anderen Glaubensbekenntnis fast nicht möglich sei. Ein Betroffener berichtete, wie er selbst als Flüchtling in Europa von radikalen Muslimen bedroht werde.

Auch die Problematik der so genannten Blasphemie-Gesetze wurde von den Rednern aufgenommen. Solche Gesetze schützten die Mehrheitsreligion und würden oft gegen Angehörige religiöser Minderheiten, aber auch gegen kritisch denkende Muslime ausge-legt. In Pakistan seien aufgrund des Blasphemie-Gesetzes in den letzten Jahren bereits 35 Menschen zum Tode verurteilt worden, sagte der Vertreter einer pakistanischen Men-schenrechtsorganisation.

Die Teilnehmenden an der Demonstration wurden zum Gebet für diskriminierte und ver-folgte Christen aufgerufen. Aber es müsse auch ein klares politisches Zeichen gesetzt werden, forderte Nationalrat Jean-Pierre Graber (SVP, Bern). Religionsfreiheit sei die „Mutter der Menschenrechte von der die anderen Freiheitsrechte abhängen“, sagte Graber. Wo die Religionsfreiheit nicht beachtet werde, könne auch die Demokratie nicht überleben.

An der Veranstaltung wurden zudem Unterschriften für eine Petition für volle Religions-freiheit für Christen in muslimischen Ländern gesammelt. Bereits vor der Veranstaltung haben 11‘800 Personen die Petition unterzeichnet, die am 10. Dezember, am Tag der Menschenrechte dem Bundesrat übergeben werden soll.

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