Ahmadinejad und Chavez greifen zum Radierer
(22. Oktober 2010/tl.) – Hugo Chavez, der autoritäre Herrscher Venezuelas, hat in Teheran erneut seine Verbundenheit mit dem dortigen Diktator Ahmadinedschad bekräftigt. Gemeinsam werde man die gegenwärtige Weltordnung „ausradieren“.
Der Radiergummi scheint in der politischen Waffenrüstung autoritärer Regime ein bevorzugtes politisches Instrument zu sein. Schon Hitler gebrauchte wiederholt das Wort vom ‚Ausradieren’ um seine düsteren Pläne anzukündigen. Wiederholt hat auch sein Teheraner Bruder im Geiste, Führer Mahmoud Ahmadinedschad erklärt, Israel müsse „von der Landkarte ausradiert“ werden.
Bei einer neuerlichen Begegnung der Gesinnungsbrüder Hugo Chavez und Mahmoud Ahmadinedschad kündigten die beiden Autokraten nun an, gemeinsam zum Radierer greifen zu wollen. Diesmal soll dem Radiergummi die „gegenwärtige Weltordnung“ zum Opfer fallen.
Zu diesem Zweck wollen die beiden Länder ihre Beziehungen weiter ausbauen. Das bilaterale Verhältnis von Venezuela und Iran bezeichneten Hugo Chavez und Mahmoud Ahmadinejad als eine „strategische“ Allianz. Das Ziel dieser Allianz sei es, die gegenwärtige Weltordnung abzuschaffen.
„Iran und Venezuela sind vereint, um eine neue Weltordnung auf der Grundlage von Humanität und Gerechtigkeit zu errichten“, sagte Ahmadinejad, der nicht versäumte, mit Blick auf den Westen seine Prophezeiung zu wiederholen, wonach die gegenwärtig dominierenden Weltmächte am Rande des Kollapses stehen. Es war dies bereits der neunte Iran-Besuch von Hugo Chavez.
Bei seinem anschliessenden Besuch in Syrien, wo er von Diktator Assad empfangen wurde, sagte Hugo Chavez, man befinde sich gemeinsam „im Angriff, um den Sturz der imperialistischen Mächte zu beschleunigen, damit wir eine neue, balancierte Welt bekommen“. Er versicherte: „Mit der Hilfe von Millionen von Führern, wie dem tapferen Führer Assad, werden wir in wenigen Jahren eine neue Welt erreichen und die alte Welt vergessen, die auf Unterdrückung basiert.“
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