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Raketen und Sprengstoff für Gaza entdeckt
(29. Oktober 2010/tl.) – Nigerias Staatssicherheitsdienst hat am Mittwoch in der Hafenstadt Lagos 13 Container mit Waffen aus dem Iran sichergestellt, die wahrscheinlich für die Hamas im Gaza-Streifen bestimmt waren. Die unter Baumaterial versteckte Fracht - Raketenwerfer, Granaten und diverser Sprengstoff – wurde entdeckt, nachdem das iranische Schiff sie entladen und seine Anker bereits wieder gelichtet hatte.
Wie ein nigerianischer Regierungssprecher mitteilte, werde man die Waffen nun zerstören. In israelischen Sicherheitskreisen vermutet man, dass die Waffen über eine neue Schmuggelroute nach Gaza gelangen sollten, nachdem die Belieferung der Hamas über das Rote Meer und die Sinai-Halbinsel aufgrund der verstärkten internationalen Kontrollen erschwert worden ist.
Vor einem Jahr enterte die israelische Armee das Schiff Francop, das Hunderte Tonnen von Waffen aus dem Iran geladen hatte, die für Syrien oder die Hisbollah im Libanon bestimmt waren.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte bei einem Truppenbesuch, Gaza sei zu einer „iranischen Terrorbasis“ geworden, die den Staat Israel bedroht. „Gaza ist sehr nah und sehr gefährlich“, sagte Netanjahu, „die Gefahr ist keine rein theoretische. Wir sind von Gaza aus mit Tausenden von Raketen beschossen worden, und die Hamas bemüht sich kontinuierlich, mit iranischer Unterstützung immer mehr Waffen zu schmuggeln, um diese dann gegen die Bürger Israels einzusetzen“.
Daher sei es das Ziel seiner Regierung sowie der vorherigen Regierung gewesen, diese Bedrohung mit allen zur Verfügung stehenden legitimen Mitteln einzudämmen, wozu auch eine Seeblockade und andere Aktionen gehören.
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