Mord via Internet
(03. November 2010/idea) – Ein grausames Verbrechen an einer jungen Frau hat die rund 1.800 Einwohner des deutschen Ortes Peine-Dungelbeck in Schock versetzt und Fragen nach einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet neu aufbrechen lassen.
Der evangelische Gemeindepfarrer Stefan Leonhardt hielt am 2. November die Traueransprache für die ermordete 23-jährige Melanie Rehmer. Ihren Mörder hatte die Floristin im Internet kennengelernt.
Der 27-Jährige hatte sich als Frau ausgegeben, sein Opfer in eine Falle gelockt und erstochen.
Man dürfe das Internet nicht pauschal verteufeln, sagte Leonhardt vor rund 300 Trauernden. Aber viele Eltern stellten sich die Frage, wie sie ihre Kinder schützen können. Auch Jugendliche in Dungelbeck dächten neu über Gefahren des Missbrauchs nach.
Der Pfarrer äusserte Verständnis für ohnmächtige Angst und Zorn bei der Familie und Freunden der Ermordeten. Wenn man aber Vergeltung üben wolle, stelle man sich mit dem Mörder auf eine Stufe. Leonhardt verwies auf Jesus, dem am Kreuz ebenfalls Gewalt angetan wurde.
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