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"Stopp Minarett" sucht die Diskussion
(09. November 2010/fa.) – Dass im schweizerischen Langenthal trotz des landesweiten Minarettverbots nun doch ein solcher Turm bewilligt wurde, das wollen die Gegner bekämpfen und nun selbst ein «minarettähnliches Mahnmal» errichten.
Das Aktionskomitee hat ein Baugesuch für eine „minarettähnliche“ Baute eingereicht. Damit wollen die Initianten an die «denkwürdige Minarett-Abstimmung» im November 2009 erinnern, die es zu akzeptieren gelte.
Die zuständigen Berner Baubehörde hatte der örtlichen Islamischen Glaubengemeinschaft noch vor der Minarett-Abstimmung eine positive Baubewilligung erteilt. Gegen diesen Entscheid will das Langenthaler Anti-Minarettkomitee vorgehen.
Wie sein Sprecher Daniel Zingg sagte, habe es in der Erklärung des Bundesrats, die am Tag der Minarettabstimmung veröffentlicht wurde, unmissverständlich geheissen, dass vom Bauverbot nur die bereits vier bestehenden Minarettbauten nicht betroffen seien. Somit könne und dürfe das Minarett Langenthal nicht gebaut werden.
Das Aktionskomitee „Stopp Minarett“ wird das Gesuch für die Errichtung des minarettähnlichen Mahnmals am Mittwoch, 10. November, der Stadtverwaltung übergeben. Standort und Form des Mahnmals werden erst am Donnerstag im Rahmen eines Informationsabends bekannt gegeben. Der Langenthaler Bevölkerung soll an dieser Veranstaltung die Möglichkeit erhalten, sich aktiv in das Geschehen rund um die Minarett-Diskussion in Langenthal einzuschalten.
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