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Fünf Tote bei Anschlägen gegen Christen
(11. November 2010/fa.) - Innerhalb von einer Stunde detonierten in der irakischen Hauptstadt Bagdad elf Sprengsätze. Der Angriff galt Christen. Fünf Menschen starben.
Bei einer Anschlagsserie gegen Christen in Bagdad sind gestern mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, explodierten innerhalb von einer Stunde elf Sprengsätze in überwiegend von der christlichen Minderheit bewohnten Bezirken der irakischen Hauptstadt. Erst einen Tag zuvor war im Westen der Stadt eine ähnliche Anschlagsserie gegen drei Häuser von Christen verübt worden. Weil die Häuser leer standen, wurde dabei jedoch niemand verletzt.
Der Weltsicherheitsrat verurteilte den jüngsten Anschlag scharf und sprach von einem Angriff gegen die Demokratie in dem Land. Kein Terroranschlag könne aber den eingeschlagenen «Weg hin zu Frieden, Demokratie und Wiederaufbau im Irak» wieder umkehren, erklärte das oberste Uno-Gremium.
Letzte Woche waren Terroristen in eine Kirche in Bagdad eingedrungen und töteten 58 Christen, darunter Frauen und Kinder. Zu dem Überfall bekannte sich eine islamistische Gruppierung mit Verbindungen zu Al-Kaida. Auf extremistischen Websites war kurz darauf mit weiteren Anschlägen gegen irakische Christen gedroht worden. Der Druck auf die Christen im Irak, das Land zu verlassen, wächst weiter.
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