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Kippt der Libanon?
(20. Dezember 2010/tl.) – Israel gerät politisch und diplomatisch weiter unter Druck.
Seit dem Ende des Libanonkrieges hat die vom Iran finanzierte Terrororganisation Hisbollah ihre Macht im Libanon beständig ausgebaut. Faktisch kontrolliert sie bereits Teile des Landes und hat in grossen Mengen Raketen und andere Waffen ins Land geschmuggelt. Der Generalstabschef der israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Gabi Ashkenazi, befürchtet, dass sich die Hisbollah an die Regierung putscht. Anlass dazu könnte der erwartete Bericht des Internationalen Gerichtshofes zur Aufklärung des Mordes an dem früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri sein, für den offenbar die Hisbollah verantwortlich ist.
Diplomatisch bringt die Anerkennung eines unabhängigen Palästinenserstaates in den Grenzen von 1967 durch Brasilien, Uruguay und Argentinien Israel unter Druck. Das ist ein grosser Erfolg für die Palästinenser, weil eine künftige Lösung des Konflikts nicht mehr als eine zu verhandelnde Sache angesehen wird. Es werden Fakten geschaffen, die Israel ins Unrecht setzen und weiter delegitimieren.
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