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Abgeordnete will „Migrationshintergrund“ verbieten
(24. Januar 2010/fa) – Die türkischstämmige Grünen-Politikerin Mürvet Öztürk möchte die Begriffe „Integration“ und „Migrationshintergrund“ verbieten. Sie seien „rassistisch“ und „diskriminierend“.
Mürvet Öztürk sitzt für die Grünen im hessischen Landtag. Sie schlug vor, den Terminus „Integration“ durch Begriffe wie gesellschaftliche Teilhabe, Pluralität oder Demokratie zu ersetzen.
Als der Begriff „Integration“ und „Migrationshintergrund“ aufkamen, da geschah das aus denselben Gründen: „Migrationshintergrund“ ersetzte damals den Begriff „Ausländer“.
Ein Kommentator der Tageszeitung „Die Welt“ schrieb: „Fast ist es zum Lachen, doch es siegt die Fassungslosigkeit darüber, dass Menschen in Parlamenten sitzen, die uns das Kopf-in-den-Sand-stecken als politisches Konzept unterjubeln wollen“. Der Autor wies darauf hin, dass Ersatzbegriffe nicht lange überleben: „Wie bei den Entwicklungsländern (das klang erniedrigend), die in der einschlägigen Szene erst Dritte Welt (bald ebenso erniedrigend, weil trotz der Umbenennung gemeinerweise die Probleme nicht nachliessen) und dann Trikont heissen sollten“.
Man dürfe sich nicht wundern, so der Kommentator, wenn eines Tages nach „Integration“ auch einmal das Ersatzwort „Demokratie“ auf dem Index erscheine.
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