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Das anarchistische Manifest
(01. Februar 2011/tl.) – Eine linksintellektuelle Streitschrift liefert den theoretischen Überbau zu einer neuen Protestkultur. Sie ruft zu Anschlägen und einem mit Betrug und Diebstahl finanzierten Lebensstil auf.
Jede Zeit, jede Epoche ist von einem unausgesprochenen Geflecht von Überzeugungen geprägt. Man bemüht das Wort «Zeitgeist», spricht von «kollektivem Bewusstsein». Für unsere Zeit ist sicher bestimmend, dass sich dieser Zeitgeist vom christlichen Gottesbild löst und zunehmend offen dagegensteht. Immer deutlicher rückt das Ich in einer narzisstischen Selbstbezogenheit in die Mitte des Denkens.
Dennoch orientieren sich die meisten Menschen mehr oder weniger an den Zehn Geboten. Wahrscheinlich hätten sie Schwierigkeiten, theoretisch zu begründen, weshalb sie universalen Werten folgen, an deren Schöpfer sie nicht glauben. Logisch ist es jedenfalls nicht. Mancher übertrifft mit seiner Lebenspraxis seinen ethischen Erkenntnisstand und lebt moralisch gewissermassen über seine geistlichen Verhältnisse. Mit einer solchen Lebenspraxis will eine politisch-philosophische Denkschule Schluss machen, die jetzt mit einem anonym verfassten Buch an die Öffentlichkeit getreten ist: «Der kommende Aufstand».
Der Zeitgeist der Gottferne, der Ich-Bezogenheit, die Ablehnung der Werte, die mit der Bibel Realität wurden, findet hier einen radikalen Ausdruck. Der rechtskonservative amerikanische TV-Kommentator Glenn Beck sagte von diesem Text, er sei «möglicherweise das Böseste, was ich je gelesen habe». Das Buch zirkuliert vor allem in linken Kreisen und skizziert mit konsequenter Folgerichtigkeit einen Lebensentwurf und ein politisches Handeln, wie sie sich aus der Gottlosigkeit unserer Zeit eigentlich zwingend ergeben. Der Gesinnung sollen endlich die Taten folgen.
Dieses Dokument ist ebenso ehrlich wie erschreckend. Wie in einem Brennglas zeigt der Text zunächst den gegenwärtigen Bewusstseinszustand und die gesellschaftliche Realität. Die Streitschrift beschreibt eine Grundhaltung, die in der Gesellschaft längst latent verbreitet ist.
Lesen Sie den ganzen Beitrag in factum 1/2011.
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