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«Der Grundriss unseres Glaubens»

(28. Februar 2011/tv.) – Thomas K. Johnson über die Bedeutung der Trinität, die Irrlehren der alten Kirche und das Verdrehen der Vernunft.

factum: Dr. Johnson, was ist neu in Ihrem Verständnis der Trinitätslehre?

Thomas K. Johnson: Nun, ich hoffe, dass nichts neu ist. Das, was wir heute brauchen, ist sehr alt, wir müssen nämlich wiederentdecken, was unsere christlichen Vorfahren über Gott und die Welt wussten. Wir brauchen eine Rückbesinnung auf die klassische Orthodoxie in unserer Theologie, Ethik und Weltsicht. Deshalb habe ich von einer «Post-kritischen Trinitätsorthodoxie» gesprochen.

factum: Wenn doch an dem, was Sie sagen, nichts neu ist, wozu der Aufwand, ein Buch darüber zu schreiben?

Johnson: Ich hatte mehrere Gründe. Nachdem ich persönlich einige sehr verdrehte Versionen des christlichen Glaubens und des Christenlebens durchgemacht hatte, habe ich gemerkt, dass wir ein Werkzeug brauchen, mit dessen Hilfe wir die Glaubensversion, die wir hören oder praktisch ausleben, einschätzen können, um so zu erfahren, ob sie ausgewogen und vollständig ist. Wie ein Arzt zur Diagnose verschiedene Testmethoden und Messinstrumente braucht, genauso brauchen Seelenärzte und Ärzte für die Gemeinde solche Hilfsmittel. Die historische Trinitätslehre sollte als solch ein diagnostisches Messinstrument eingesetzt werden.

Ein Christ, dessen Glaube und Leben vollständig und ausgewogen ist, wird aufmerksam auf alle drei Personen Gottes reagieren. Wenn eine Einzelperson oder eine religiöse Bewegung eine Person Gottes völlig ausser Acht lässt, egal, ob es sich um den Vater, den Sohn oder den Heiligen Geist handelt, dann kommt alles aus dem Gleichgewicht und wird verdreht. mehr...

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