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Distanziert: Medienreaktion auf Massaker in Israel

(15. März 2011/tl) – Von bemerkenswerter Gefühlskälte ist die Reaktion westlicher Medien auf die Ermordung einer israelischen Familie in Itamar in der Nähe von Nablus.

Palästinensische Terroristen hatten am vergangenen Samstag drei Kinder und ihre Eltern ermordet. Der oder die Mörder waren am Abend in das Haus eingedrungen und erstachen dort das Ehepaar Ruth (35) und Udi Fogel (36) und anschliessend die Kinder Yoav (11), Elad (4) und Hadas (3 Monate). Zwei weitere Kinder, der achtjährige Roi und der zweijährige Yishai entgingen dem Anschlag in ihrem Zimmer unverletzt.

Die 12jährige Tochter Tamar befand sich zur Tatzeit ausserhalb des Hauses und alarmierte die Nachbarn, als ihr niemand die Tür öffnete. Daraufhin wurde das Verbrechen entdeckt. In mehreren Berichten in den westlichen Medien wurde die Berichterstattung über das Massaker davon dominiert, dass es sich bei dem Wohnort der Familie um eine „Siedlung“ handele.

Die Tat wurde in einer relativierenden Weise politisiert. So schrieb die New York Times: „Israelisches Militär jagt die Mörder von fünf Siedlern im Westjordanland“. In der traditionell israelfeindlichen britischen BBC wurde über die grausamen Umstände des Massakers hinweggegangen. BBC veröffentlichte keine Porträtfotos der Ermordeten und nannte keine Details der Tat. Der Vorfall wurde zur Vorwand genommen um das Thema der „illegalen Siedlungen“ zu erörtern.

Ausserdem berichtete BBC, der Angriff habe viele Palästinenser „schockiert“. Die offizielle Reaktion der Hamas wurde von BBC nicht berichtet. Die Hamas hatte das Massakser an der Familie Fogel als eine „heroische Operation“ bezeichnete und zur Feier des Verbrechens in Gaza Süssigkeiten verteilt.

Für die BBC ist es bedeutsamer, dass die Siedlungen angeblich illegal sind als die Tatsache, dass hier ein extrem grausames Verbrechen verübt wurde. Die Berichterstattung zahlreicher westlicher Medien trägt nicht nur zu Delegitimierung und Dämonisierung Israels bei. Die Israelis werden auch nicht mehr als Menschen gesehen, auch das dreimonatige Babie nicht, sondern nurmehr als „Siedler“.

Ohne Zweifel hätten BBC und zahlreiche andere westliche Medien über ein von Israelis verantwortetes Massaker an einer palästinensischen Familie ungleich prominenter berichtet. Es hätte es sicher, auch in Zeiten der Katastrophenberichterstattung aus Japan, in die Hauptnachrichtensendungen geschafft.

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