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Wo ist Gott?
(16. März 2011/fa.) – Angesichts bedrängender Not und grossen Elends stellt sich auch die Frage nach Gott. Das Evangelium verharmlost den Widerspruch zwischen Gottesglauben und Welterfahrung nicht.
Der Theologe Hans-Joachim Eckstein machte sich Gedanken über das Leid in der Welt und den Gott, der Liebe ist. Sein Artikel erschien in der gedruckten Ausgabe von factum 2/2010.
Prof. Eckstein stellt sich darin Fragen wie dieser: „Wie können wir daran festhalten, dass Gott zugleich personhaft existiert und allmächtig ist, wenn wir von seiner Liebe in unserer Welt und in unserem eigenen Leben so wenig sehen können? Kann ein liebender Gott, der all das Leid in der Welt zulässt, wirklich als allmächtig gedacht werden, oder ist auch er den lebens- und menschenfeindlichen Ereignissen gegenüber hilflos?“
Angesichts der Katastrophe, die Japan an den Rand des totalen Zusammenbruchs führt, stellen immer mehr Menschen die Frage nach Gott. Aus diesem Grund veröffentlichen wir den Beitrag „Wo ist Gott?“ nun auch online.
Denn wie Prof. Werner Thiede in einem Kommentar schreibt, rufen Katastrophen zum Umdenken auf: „Nicht nur zur Umorientierung hinsichtlich der Verbesserungsmöglichkeiten etwa in Richtung einer menschenfreundlicheren Technologie, sondern vor allem zur Umkehr hin zu Gott“, so Thiede.
„Der Glaube hebt die Trauer nicht auf und er will den Verlust nicht erklären“, schreibt Eckstein in seinem Text, „aber er will helfen, am Ende die Hoffnung wiederzufinden, ohne die die Liebe nicht überleben kann.“
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