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Falscher Prophet soll umkehren

(23. mai 2011/idea) – Nach dem ausgebliebenen „Jüngsten Tag“ am 21. Mai soll US-Prediger Harold Camping (Oakland/Kalifornien) für seine falsche Prophetie Busse tun. Das fordern führende Vertreter der mit mehr als 16 Millionen Mitgliedern grössten protestantischen Kirche in den USA, des Bundes der Südlichen Baptisten.

Der Leiter ihres Forschungszentrums LifeWay (Nashville/Bundesstaat Tennessee), Ed Stetzer, legt Camping nahe, sich öffentlich dafür zu entschuldigen, dass er viele Menschen in die Irre geführt habe.

Der 89-jährige Präsident des weltweit tätigen christlichen Hörfunksenders Family Radio (Familienradio), hatte den Jüngsten Tag und die Entrückung für den 21. Mai angekündigt. Dann würden alle wahren Christen zum Himmel fahren, während die Ungläubigen auf der Erde bleiben und sterben müssten. Den Weltuntergang sieht er für 21. Oktober voraus. Er will die Daten aus Bibelstellen hergeleitet haben.

Viele Anhänger Campings hatten ihr ganzes Vermögen eingesetzt, um die Menschheit zu warnen. Nach dem 21. Mai scheint nur Family Radio selbst „entrückt“ zu sein. Unverändert warnt das Werk auf seinen Internetseiten in 60 Sprachen vor dem „Jüngsten Gericht“ am 21. Mai. 

Evangelikale Theologen in den USA und Deutschland weisen solche Endzeitspekulationen als unbiblisch zurück. Albert Mohler (Louisville/Bundesstaat Kentucky) - Präsident des Theologischen Seminars der Südlichen Baptisten – ist nicht überrascht, dass Campings Vorhersage ausgeblieben ist. Menschliche Berechnungen des Termins der Wiederkunft Jesu müssten ins Leere gehen. Gleichgültig gegenüber dem Jüngsten Tag, der jederzeit eintreten könne, dürfe man deshalb aber nicht werden. „Herr, komme bald“, betet Mohler.

Rick Warren,Pastor der Saddleback-Gemeinde in Lake Forest (Kalifornien), teilt mit: „Keine Angst. Die Welt ging nicht unter. Siehe Markus 13,32.“ In diesem Bibelvers steht über die Wiederkunft Jesu: „Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.“

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