Sonnensturm raste an der Erde vorbei
(09. Juni 2011/fa.) – Der angekündigte Sonnensturm richtete keine Schäden an. Er raste weitgehend an der Erde vorbei.
Die US-Raumfahrtbehörde NASA sprach vom heftigsten Sonnensturm seit 2006 (siehe gestrige Online-Meldung). Stromausfälle, GPS-Ausstieg und gestörte Telekommunikation hätten die Folgen sein können. Doch dazu kam es nicht.
«Die Hauptladung der Sonnenpartikel ist mit Lichtgeschwindigkeit an der Erde vorbeigeflogen», sagte ETH-Astrophysiker Arnold Benz gegenüber „20 Minuten“. Abgesehen von Nordlichtern habe man auf der Erde nichts vom Sonnensturm bemerkt. «Die Menschen müssen sich keine Sorgen machen», so der 66-jährige ETH-Professor.
Sonnenstürme sind extrem schnelle Partikelausbrüche in der Atmosphäre der Sonne mit Geschwindigkeiten von bis zu zehn Millionen Kilometern pro Stunde. Innerhalb eines Tages können diese Stürme die Erde erreichen. Bei der stattgefundenen heftigen Eruption sprechen Wissenschaftler von einem «koronalen Massenauswurf» (KMA). Bis zu zehn Milliarden Tonnen Material werden ins All ausgestossen, darunter geladene Partikel, die Elektronik stören können.
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