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Europa: Auf dem Weg in die Knechtschaft?
(17. Juni 2011/fa.) Die Ratlosigkeit angesichts der europäischen Schuldenkrise ist gross. „Rettungspakete“ und „Notkredite“ bringen keine Wende. Wann werden auch kritische Stimmen, wie diejenige des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler gehört?
Schäffler mahnt, es sei „höchste Zeit und vielleicht schon zu spät“ zur Umkehr und einer Debatte über endgültige Lösungen. „Wir müssen uns endlich eingestehen, dass das staatliche Geldsystem zu einer Überschuldungskrise von Staaten und Banken geführt hat. Wir ignorieren die Krankheit unseres staatlichen Geldsystems, in dem Geld und Kredit aus dem Nichts geschaffen werden. Dieses Geldsystem hat ein Schneeballsystem aus ungedeckten, zukünftigen Zahlungsverpflichtungen geschaffen. Wie jedes Schnellballsystem wird es früher oder später in sich zusammenbrechen.“
Gemäss Günther Lachmann von „Welt online“ habe sich noch kein deutscher Politiker und schon gar kein Wirtschaftswissenschaftler so weit vorgewagt. Schäffler prophezeie das schier Ungeheuerliche, das bisher Unvorstellbar, „kurz den Supergau oder das Fukushima des staatlichen Geldsystems“. Das könne schlimme Folgen haben. Frank Schäffler prophezeit, dass sich Europa auf dem Weg in die Knechtschaft befinde. Dieser Weg führe von Intervention zu Intervention spiralförmig abwärts. Am Ende warte ein planwirtschaftliches Europa und mit diesem komme „die Vollendung des ökonomischen Verfalls“.
Die Frage ist: Wird diese Gefahr genauso verdrängt, wie die Gefahr durch Schäden in Atomkraftwerken? Muss es erst zum Desaster kommen, bis das Steuer herumgerissen wird?
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