|
Christen im Gazastreifen im Fadenkreuz der Hamas
(20. Juni 2011/fa) – Nach den antichristlichen Ausschreitungen im Mittleren Osten und im Nachbarland Ägypten gehen viele Christen in dem von der Hamas beherrschten Gazastreifen nicht mehr zur Kirche. Die wenigen Christen sind unter grossem Druck.
Das berichtet die christliche Hilfsorganisation Open Doors nach Gesprächen mit palästinensischen Christen. Im Gazastreifen leben schätzungsweise 2.500 Christen.
Pastor Gadil aus Gaza sagte zu Vertretern von Open Doors: „Die Gewalttaten gegen koptische Glaubensgeschwister in Ägypten haben unsere Gemeindemitglieder verängstigt. Am Sonntag nach dem Angriff auf eine Kirche in Kairo nahmen nur zehn Christen am Gottesdienst teil. Die Menschen haben Angst.“
Die Hamas-Regierung "beobachtet sehr genau, was wir tun“, sagt Pastor Gadil, „vor einigen Tagen haben mir Beamte einen Besuch abgestattet und mich ausgefragt. Das war kein Zufall. Wir sind im Fadenkreuz.“ Pastor Gadil bittet im Namen der Christen im Gazastreifen um Beistand und appelliert: „Bitte, betet für uns!“
Auch die allgemeine Sicherheitslage in Gaza hat sich verschlechtert. „Vor kurzem wurde wieder gekämpft. Schulen sind aus Sicherheitsgründen nur noch an vier Tagen in der Woche geöffnet“, so Pastor Gadil. „Die Jugendgruppe einer der grossen Gemeinden von Gaza hat sich seit Februar schon nicht mehr getroffen.“
Um gerade jungen Christen dabei zu helfen in ihrem Glauben zu wachsen, bieten Kirchengemeinden Glaubenskurse und Schulungen an. Vor zwei Jahren starteten Christen zwischen 15 und 25 Jahren ein Musikprojekt und gründeten einen Chor. Open Doors unterstützt die einheimischen Gemeinden bei ihren Bemühungen, junge Leute zu fördern. Im vergangenen Jahr wurden für Jugendleiter Schulungen durchgeführt.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |