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Nukleare Bedrohung durch den Iran wird grösser

(12. Juli 2011/fa.) – Der Iran wird seine Kapazität, auf 20 Prozent angereichertes Uran zu erzeugen, verdreifachen. Seine Produktion von höher angereichertem Uran werde er in einen unterirdischen Bunker verlegen.

Das berichtet der britische Guardian und zitiert den Chef der iranischen Atombehörde, Ferydoun Abbasi Davani. Der Iran hatte auf den Hinweis des Direktors der Internationalen Atomenergiebehörde, Yukiya Aman, dass es neue Hinweise dafür gebe, dass das Nuklearprogramm des Iran militärische Bedeutung habe, mit der Ankündigung reagiert, man werde die Anstrengungen Uran anzureichern verdreifachen.

Die Ankündigung ist als weiterer Hinweis darauf zu verstehen, dass das iranische Atomprogramm einen militärischen Zweck hat. Um das iranische Atomkraftwerk zu betreiben genügt eine Anreicherung auf 3,5 Prozent.

Der Politologe Dr. Bruno Tertrais vom Think Tank „Fondation Pour La Recherche Stratetique (FRS),  der früher für das französische Verteidigungsministerium arbeitete, berichtete in einem Interview, dass die monatliche Produktionsrate des Iran von niedrig angereichertem Uran zur Zeit 156 Kilo betrage. Das sei mehr, als die Internationale Atomenergiebehörde jemals gemessen habe.

„Heute verfügt Teheran über einen Vorrat von mehr als 4.000 Kilo niedrig angereicherten Urans, was es dem Land gestatten würde, im Falle einer weiteren Anreicherung zwei Atombomben zu bauen“, erklärte Tertrais. In der Atomanlage Natanz habe der Iran bislang annähernd 60 Kilo auf 20 Prozent angereichertes Uran produziert.

Dieses Uran wird vorgeblich produziert, um den Forschungsreaktor in Teheran mit Treibstoff zu versorgen. In Wirklichkeit bringe dies den Iran „nahe an den Anreicherungsgrad für einen militärischen Einsatz“.

Wenn man sich im Besitz von auf 20 Prozent angereichertem Uran befinde, dann sei „die Anreicherung auf 90 Prozent nicht weit weg: es handelt sich hier um einen fast exponentiellen Prozess“.



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