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Aufrechte Menschen sind schön
(20.Juli 2011/js.) – Der Liedermacher und Evangelist Jörg Swoboda über das Leben als Christ in der DDR und über den christlichen Auftrag, auch im Westen das Salz in der Suppe zu sein.
Ich stamme aus Ostberlin und erinnere mich genau: Mit dem Rücken zum Westen, die Kalaschnikow drohend schräg vor der Brust, so verwehrten uns Soldaten am 13. August 1961 den Weg nach Westberlin. «Weitergehn! Weitergehn!», hiess es, sobald mehr als zwei Ostberliner zusammenstanden. Und ich sah als 14-Jähriger, was uns allen als heller Wahnsinn erschien: Die Mauer wird gebaut. Und als 28 Jahre später die Mauer fiel, wurde «Wahnsinn» für uns zum geflügelten Wort, weil wir vor Freude und Staunen nicht fassen konnten, was wir erlebten. Was wir Christen in der Zeit zwischen Bau und Fall der Mauer erlebten, davon will ich berichten. Die innerdeutsche Grenze gab es zwar schon lange vor 1961. Nur dicht war sie bis dahin nicht. Aber nun ging ein Riss durchs Land, krasser als jemals zuvor, trennte Familien, Verlobte und Freunde. Das Regime schürte pausenlos eine feindselige Stimmung gegen die «westdeutschen Imperialisten». Wir sollten Feinde werden durch Drohung und Verbot. Nun waren wir abgeschnitten vom Rest der Welt und stärker als bisher ausgeliefert. mehr...
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