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John Stott ist gestorben

(28. Juli 2011/fa.) Der englische Theologe John Stott verstarb am 27. Juli im Alter von 90 Jahren.

Wie Benajmin Homan, Präsident der „John Stott Ministries“ in den USA sagte, sei Stott im Zusammenhang mit Altersbeschwerden gestorben, die sich in den vergangenen Wochen immer deutlicher bemerkbar machten. Familie und Freunde hätten gemeinsam von ihm Abschied genommen unter den Klängen von Händels „Messias“.

Man sei auf John Stotts Ableben schon seit langem vorbereitet gewesen, erlärte Benjamin Homan. Denn Stott habe auch in Bezug auf die Weitergabe seines Dienstes ein Beispiel gesetzt für alle Leiter christlicher Werke. Stott habe in vielen Christen die Liebe zur weltweiten Gemeinde Jesu gefördert, biblische Aufrichtigkeit und die Liebe zum Herrn.

Im Jahr 2005 setzte das „Time Magazine“ John Stott zusammen mit Nelson Mandela und Bill Gates auf die Liste der einflussreichsten Persönlichkeiten. Stott zählte zu den respektiertesten christlichen Persönlichkeiten unserer Zeit. Er half wesentlich mit, dass die evangelikale Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrem Nischendasein herauswuchs und zur heute am schnellsten wachsenden christlichen Bewegung weltweit wurde.

Stott war ehemaliger Rektor der All Souls Church, Langham Place, in London. Die Tätigkeit von Langham Partnership International (LPI in den USA: John Stott Ministries) wird heute von Christopher J.H. Wright geleitet und will die Christenheit durch drei Arbeitsbereiche stärken: Die Ausbildung von Predigern, das Anbieten von Doktoralstudien, deren Absolventen an Seminaren in ihren Heimatländern lehren können und die Produktion theologischer Literatur zu günstigen Preisen.

Neben Billy Graham war Stott die prägende Figur innerhalb der „Lausanner Bewegung“, welche die Weltevangelisation wesentlich förderte. Das „Lausanner Dokument“ (1974) und das „Manila Manifest“ (1989) tragen in weiten Teilen seine Handschrift.

Stott unterstrich die persönliche Bekehrung, die Autorität der Bibel und die zentrale Botschaft, das Jesus für Sünder starb. Gleichzeitig betonte er die Wichtigkeit christlichen Denkens und verurteilte jeden Anti-Intellektualismus. Obwohl er sein Leben lang als Evangelist lehrte, lehnte er es ab, das christliche Engagement allein auf die Wortverkündigung zu beschränken. Er lehrte auch die moralische und soziale Dimension der biblischen Botschaft unter Einbezug von Gerechtigkeit für die Armen und die Bewahrung der Schöpfung.



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