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Black-Metal-Dschihad?
(2.September 2011/cm.) – Seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass islamistische Gruppen westliche Musikstile für ihre Propaganda nutzen.
Welche Inhalte über Black-Metal-Musik transportiert werden, ist beim blossen Hinhören schwer zu sagen: Die dahergekreischten Textfetzen sind kaum zu verstehen. Sonst wäre es kein Black Metal. Oftmals lassen sich die furchteinflössend bemalten, tod- und gewaltverherrlichenden Musiker der Satanistenszene zurechnen – oder sind es vielleicht Islamisten? Laut Silke Wolf, der zuständigen Mitarbeiterin beim Verfassungsschutz des Landes Brandenburg, ist selbst die neue Generation der erzkonservativen Muslimbruderschaft in Ägypten diesen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen.
Islamistischen Black Metal gebe es vor allem in Indonesien, aber auch in Saudi-Arabien und Bahrain gebe es Metal-Gruppen mit islamistischen Tendenzen. Eine Band werbe auf einem Banner mit «Djihad is our Way». Die saudische Gruppe Yawn ad-Din fordere: «Death to Obama, the Slayer of Osama». Deren Auftreten auf diversen Metal-Portalen ist ziemlich stümperhaft. Auch ist das Englisch und Arabisch der vermeintlich islamistischen Black-Metal-Musiker voller Fehler. Der arabische Titel «Yawn al-Hesab» (Tag der Abrechnung) ist bei YouTube verkehrt herum und in einer Darstellungsweise geschrieben, wie man sie erhält, wenn man mit einer westlichen Tastatur arbeitet und die arabische Schrift aus den Sonderzeichen herauskopiert. In diesem Fall ist denkbar, dass sich hier jemand einen Scherz erlaubt hat.
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