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Zürich: Kundgebung für das Recht auf Leben

(09. September 2011/fa.) – Am Samstag, 17. September, findet in Zürich wieder ein „Marsch für’s Läbe“ statt, mit dem für das Lebensrecht ungeborener Kinder und behinderter Menschen geworben wird. Die erste Demonstration dieser Art im vergangenen Jahr war mit 800 Teilnehmern auf eine gute Resonanz gestossen. Die Veranstalter gehen davon aus, dass sich in diesem Jahr noch mehr Menschen für dieses Anliegen einsetzen.

Zu der Demonstration ruft ein Bündnis verschiedener evangelischer, katholischer und kirchlich unabhängiger Organisationen auf. In vielen Städten der Welt sind solche Bekenntnismärsche für das uneingeschränkte menschliche Recht zu Leben längst eine Tradition.

In Paris nahmen im vergangenen Jahr 40000 Menschen an dieser Demonstration teil. In den USA, wo sich prozentual mehr Menschen zum christlichen Glauben bekennen als in Europa, sind diese Kundgebungen Grossereignisse. So versammelten sich in Washington im vergangenen Jahr 400000 Menschen, um sich für das Recht auch ungeborener Menschen auf Leben einzusetzen.

Der Marsch 2011 wird um 14.00 Uhr auf dem Zürcher Helvetiaplatz mit einer Kundgebung starten. Um 15.00 Uhr ziehen die Teilnehmenden, begleitet durch den Powersound einer 50-köpfigen Steelband, durch das Zürcher Stadtzentrum inkl. Bahnhofstrasse. Um 16.30 Uhr endet der Anlass mit einem überkonfessionellen Gottesdienst wiederum auf dem Helvetiaplatz.

Der Marsch fürs Leben soll auch in der Schweiz zu einer jährlich wiederkehrenden Erinnerung an ein   tausendfaches Unrecht werden: An die Tötung menschlichen Lebens, die längst zum Alltag geworden ist. Der Marsch 2011 wird auch das Thema der vorgeburtlichen Selektion aufgreifen.

Die Organisatoren der Veranstaltung weisen darauf hin, dass immer häufiger Menschen mit einer Behinderung (z.B. Down Syndrom, Spina Bifida, fehlende Extremitäten) das Recht verwehrt wird, das Licht der Welt zu erblicken.

Zudem hat eine Mehrheit des National- und Ständerates dafür votiert, im Reagenzglas befruchtete Eizellen auf genetische Defekte zu untersuchen, bevor sie einer Frau eingepflanzt werden (Präimplantations-Diagnostik PID). So will man sich die Möglichkeit sichern, behinderte Menschen frühzeitig entsorgen zu können. Wenn sich das Volk gegen diese Entwicklung nicht wehrt, wird der Druck der Krankenversicherer, nur noch gesunde Kinder zu gebären, immer weiter zunehmen.

Der Zürcher „Marsch für’s Läbe“ wendet sich gegen die Praxis der vorgeburtlichen Liquidierung von menschlichem Leben und spricht von einem „Trend zur Rassehygiene“. Die Organisatoren weisen auf ihrer Internetseite darauf hin, dass alle Menschen ihre behindernden Grenzen haben und dass sich schuldig macht, wer jenen mit einer offensichtlichen Behinderung das Lebensrecht verweigert.

„Viele Mütter und Väter, Ärzte, Sozialarbeiterinnen, Pflegefachfrauen etc. sind durch den medizinischen Fortschritt herausgefordert“, heisst es in einem Text der Veranstalter. Der Marsch für s’Läbe am 17. September 2011 solle  Betroffenen Mut machen, sich für das Leben zu entscheiden: „An der Kundgebung werden Personen zu Wort kommen, die heute nur mehr wenig Chancen hätten, den Mutterleib lebendig zu verlassen. Sie und ihre Angehörigen werden berichten von den Herausforderungen und Freuden eins Lebens mit behindernden Grenzen“.

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