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Todesurteil für Pastor: Petition und Demonstration

(07. September 2011/fa.) – Youcef Nadarkhani, Pastor einer iranischen Hausgemeinde, droht die Hinrichtung wegen des Abfalls vom Islam und der Konvertierung zum christlichen Glauben. Eine Petition, die online unterzeichnet werden kann, wendet sich an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Am Freitag, 16. September, findet in Hamburg eine Demonstration für den Inhaftierten statt.

Seit September 2009 ist Youcef Nadarkhani in Haft. Am 22. September 2010 war der 36jährige wegen Konvertierung vom Islam zum Christentum zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Jetzt hat ein Berufungsgericht das Urteil bestätigt. Damit befindet sich der iranische Christ in unmittelbarer Lebensgefahr.

Pastor Nadarkhani ist verheiratet und zwei Söhne, die sechs und acht Jahre alt sind. Auch die Frau von Youcef Nadarkhani, Fatemeh Pasandideh, war wegen ihres Glaubens inhaftiert worden. Sie ist inzwischen wieder auf freiem Fuss.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) übergab am 12. August der iranischen Botschaft in Berlin eine Erklärung mit 4090 Unterschriften, in der die Freilassung von Youcef Nadarkhani gefordert wird. Zuvor hatte sich das iranische Konsulat in Frankfurt geweigert, die Erklärung mit den Unterschriften entgegen zu nehmen.

Ein Bündnis verschiedener Organisationen ruft für Freitag, 16. September, zu einer Demonstration für Youcef Nadarkhani in Hamburg auf. Dazu zählen unter anderem die "Internationale Gesellschaft für Menschenrechte" (IFGM) und die Evangelische Allianz Hamburg.

Die Demonstration beginnt um 15.45 Uhr auf der Meenkwiese, im Park nahe U-Bahnhof Lattenkamp, Linie U1. Von dort wird der Demonstrationszug zum iranischen Konsulat in der Bebelstrasse führen.

"Wenn das Urteil nicht durch politischen Druck revidiert wird, kann jeder der Nächste sein und dabei dürfen wir nicht zusehen", heisst es in einem Aufruf der IFGM zu der Demonstration. Die Veranstalter der Demonstrationen bitten darum, die Information über die Kundgebung in Kirchengemeinden und Freundeskreisen bekannt zu machen. 



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