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Liechtenstein: Abtreibungsverbot bleibt
(20. September 2011/idea) – Das Abtreibungsverbot im Fürstentum Liechtenstein ist bei einer Volksabstimmung knapp bestätigt worden. 52,3 Prozent sprachen sich am 18. September gegen einen Antrag zur Legalisierung des Abbruchs in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen aus.
In Liechtenstein bleiben alle Abtreibungen verboten, auch wenn sie im Ausland vorgenommen werden. Liechtenstein ist neben Irland, Polen, Malta, San Marino und Monaco eines der wenigen Länder Europas, in denen Schwangerschaftsabbrüche entweder untersagt oder nur in Ausnahmen, etwa bei Lebensgefahr, erlaubt sind. Es handelt sich durchweg um katholisch geprägte Staaten. Von den rund 36.000 Einwohnern Liechtensteins sind laut einer von der Regierung in Auftrag gegebenen Umfrage aus dem Jahr 2008 78 Prozent katholisch, elf Prozent evangelisch, drei Prozent muslimisch und 2,8 Prozent konfessionslos. Die übrigen machten keine Angaben.
Zu den Gegnern der Initiative gehörte Erbprinz Alois. Er hatte damit gedroht, ein entsprechendes Gesetz nicht zu unterzeichnen.
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