Nahost: Frieden nur durch Christus
(23. September 2011/idea) – Jesus Christus ist die einzige Hoffnung zur Lösung des Konflikts zwischen Palästinensern und Juden in Israel. Davon sind die Anhänger der Versöhnungsbewegung Musalaha (arabisch: Versöhnung) überzeugt, die gemeinsam von christlichen Palästinensern und messianischen Juden getragen wird.
Vor 140 Delegierten der Ratstagung der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF), mahnte der Gründer und Leiter von Musalaha, Salim J. Munayer (Jerusalem), eine „Theologie der Versöhnung“ an. Dies sei das zentrale Thema des christlichen Glaubens. Das Jesus-Wort, die Feinde zu lieben, und der Aufruf des Apostels Paulus, sich dafür zu engagieren, mit jedermann in Frieden zu leben (Römer 12,18), seien bis heute aktuell.
Gerade christliche Palästinenser in Israel litten unter einer doppelten Last. Sie würden sowohl wegen ihrer Volkszugehörigkeit als auch wegen ihres Glaubens vielfach von der jüdischen Bevölkerungsmehrheit und auch den Muslimen diskriminiert. Munayer: „Wie kann ein blonder, aus Russland stammender und gerade eingewanderter Jude mir sagen, dass das Land hier ihm gehört, während es zehn Generationen lang zuvor im Besitz meiner Familie war?“
Umso wichtiger sei es, rassische Grenzen, kulturelle Unterschiede und verschiedene religiöse Anschauungen zu überwinden und in Frieden miteinander zu leben.
Kritik übte Munayer an der theologischen Anschauung, dass es für die Juden einen eigenen Weg zum Heil neben Jesus Christus gebe, wie auch an der palästinensischen Befreiungstheologie, die den Palästinensern das Recht auf Widerstand zuspricht: „Wenn meine Theologie keine Quelle für den Segen meiner Feinde ist, dann gibt es ein Problem.“ Aber auch für die von vielen Christen in der westlichen Welt geübte bedingungslose und unkritische Unterstützung des Staates Israels gebe es keinen Beleg in der Bibel, meinte Munayer. Laut dem Kuratoriumsvorsitzenden von Musalaha, Pastor Evan Thomas (Netanja), beteiligen sich etwa 3.000 Menschen an den verschiedenen Angeboten, etwa Freizeiten mit Juden und Palästinensern in der Wüste, sowie an Kindercamps, Frauentreffen und evangelistischen Einsätzen.
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