Wie geistlich ist Deutschland?
(14. Oktober 2011/fa.) – Der „Datenreport 2011“ untersucht die Religiosität in Ost und West und beantwortet die Frage, wie sich das geistliche Leben in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren entwickelt hat.
Der Datenreport 2011 wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) zusammen mit dem Statistischen Bundesamt (Wiesbaden), dem Wissenschaftszentrum Berlin und dem Sozio-oekonomischen Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (Berlin) herausgegeben.
Im 21. Jahr nach der politischen Wiedervereinigung ist Deutschland der Untersuchung zufolge geistlich immer noch geteilt: Im Westen ist eine Mehrheit nach wie vor religiös ist, im Osten sind die meisten Bürger Atheisten.
Allerdings auch in Westdeutschland schreitet die „freiwillige Säkularisierung“ voran. Gehörten hier 1991 noch elf Prozent keiner Religionsgemeinschaft an, waren es 2008 bereits 16 Prozent. Im Osten stieg der Anteil der Konfessionslosen im gleichen Zeitraum von 65 Prozent auf 74 Prozent. „Die Ostdeutschen wurden in der DDR ‚entkirchlicht’ und finden auch in der neuen Bundesrepublik nicht wieder zu den Kirchen zurück“, heisst es dazu im Report.
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