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Bern: Islam-Demo in der Kritik

(28. Oktober 2011/fa.) – Morgen Samstag veranstaltet der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) auf dem Platz vor dem Berner Bundeshaus eine Kundgebung unter dem Motto „Tag gegen Islamophopie und Rassismus“. Eine Gegendemo des Aktionskomitees gegen die strategische Islamisierung der Schweiz (KSIS) wurde aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Die KSIS-Mitglieder wollen trotzdem nach Bern reisen, um auf die Christenverfolgung in islamischen Ländern aufmerksam zu machen.

Eine Woche nach den Parlamentswahlen ruft die Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) zu einer Kundgebung auf dem Bundeshausplatz auf. Es soll ein „Tag gegen Islamophobie und Rassismus“ sein. Als Redner auftreten sollen Laura Booth, die Schwägerin des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair. Sie konvertierte nach einer Reise nach Iran zum Islam. Dazu Nora Illi, die verschleierte Frauenbeauftragte des Islam-Rats. Geplant sind auch Auftritte des Mufti von Bosnien, Muamer Zukorlic, sowie muslimischer Bands. Der IZRS rechnet mit 2000 Besuchern.

Schon im Vorfeld ins Gerede gekommen sind die Veranstalter, wegen eines provozierenden Aufklebers: Auf einem gelben Stern steht das Wort „Muslim“. Damit wird ein Vergleich gezogen mit der Judenverfolgung im Dritten Reich. Schweizer Juden sind empört, wie Sabine Simkhovitch-Dreyfus, Vizepräsidentin des Schweizerisch-Israelitischen Gemeindebundes (SIG) gegenüber dem „Sonntag“ sagte. «Der ‚Judenstern‘ war ein Mittel, um die Juden ihrer Rechte zu berauben und sie letztlich zu vernichten. Ein entsprechender Vergleich setzt die Judenverfolgungen in unzulässiger Art und Weise herab», so Simkhovitch.

Nicolas Blancho, der Präsident der umstrittenen Muslim-Organisation, entgegnete, dass man mit dem Kleber zeigen wolle, dass die Islamophobie strukturell ein ähnliches Phänomen sei wie der Antisemitismus.

Eine vom Aktionskomitee gegen die strategische Islamisierung der Schweiz (ksis) beantragte Gegendemonstration, die auf die Christenverfolgung in islamischen Ländern aufmerksam machen wollte, wurde von der Polizei nicht bewilligt.

Wie Ksis-Sprecher Daniel Zingg gegenüber „factum“ sagte, wolle man ab 13 Uhr trotzdem auf dem Bundesplatz anwesend sein. Man habe die Polizei darüber ins Bild gesetzt.

Zingg zeigte Unverständnis darüber, dass eine stille Gegendemo im Rahmen von 30 Teilnehmern aus Sicherheitsgründen nicht bewilligt wurde. Er warnt vor der IZRS und verweist auf einzelne seiner Vertreter, die den Terror gegen Juden in Israel unterstützten. Zingg fragt, warum man eine Demo dieses Veranstalters, der sich auf den Koran und die Scharia beruft, überhaupt bewillige.

Seine Schlussfolgerung: „Wenn es nicht möglich ist, bei einer Islamisten-Veranstaltung auf die weltweit stattfindende Christenverfolgung unter dem Islam aufmerksam zu machen, stellt der Islam tatsächlich ein gefährliches Konfliktpotential dar.“



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