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Islamkundgebung in Bern: Minarett aufgeblasen

(31. Oktober 2011/fa.) - Auf dem Bundesplatz in Bern demonstrierten Muslime gegen „Islamophobie“. Aufgerufen dazu hatte der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS). Gleich neben der Bühne stand ein aufblasbares Minarett.

Die Teilnehmerzahl wird je nach Quelle mit rund 100 bis zu 4000 angegeben. In seiner Rede kritisierte IZRS-Präsident Nicolas Blancho Benachteiligungen von Muslimen im Alltag und rief dazu auf, die Islamophopie aus der Welt zu schaffen.

Tony Blairs zum Islam konvertierte Schwägerin Lauren Booth warf den Medien verzerrte Berichterstattung über den Islam vor. Und – sie sei in Bern wegen ihres Schleiers aggressive Blicke geerntet.

Viele Kundgebungsteilnehmer trugen einen gelben Stern mit der Aufschrift «Muslim» auf sich. Diesen hatten die Organisatoren in Umlauf gebraucht, um auf die Diskriminierung der Muslime aufmerksam zu machen.

Weil er dem Judenstern der Nationalsozialisten nachempfunden ist, sorgte der Aufkleber schon im Vorfeld für Kritik. Nicolas Blancho entgegnete, dass man mit dem Kleber zeigen wolle, dass die Islamophobie strukturell ein ähnliches Phänomen sei wie der Antisemitismus.

Eine Gegendemo des Aktionskomitees gegen die strategische Islamisierung der Schweiz (KSIS) war aus Sicherheitsgründen nicht bewilligt worden. Einige KSIS-Mitglieder waren trotzdem auf dem Bundesplatz anwesend.

Distanziert von der Kundgebung hatten sich die Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS) und die Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (KIOS).

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