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USA: Freiheit des Glaubens unter Druck
Mehrere Gesetzesvorstösse bedrohen die Freiheit der Christen, in den Medien frei ihre Überzeugungen zu bekennen.
Thomas Lachenmaier
Das Recht, jedwede religiöse Überzeugung zu lehren, zu verbreiten und zu praktizieren, geniesst hohen Verfassungsrang in den USA. Jetzt sind amerikanische Christen in Sorge um die Freiheit der Religion.
Grund dafür sind mehrere Gesetzesvorstösse der Regierung. Die staatliche Rundfunkkommission will lokale Interessen stärker bei der Gestaltung von Radio- und Fernsehprogrammen berücksichtigt sehen. Kommunale «Beiräte» sollen das Recht erhalten, Einfluss auf das Programm zu nehmen. Mit den «Localism Rules» möchte die Regierung erreichen, dass mehr Minderheiten in den Medien zu Wort kommen.
Frank Wright, Präsident des Dachverbandes christlicher Rundfunkveranstalter «National Religious Broadcasters» (NRB), befürchtet, dass mit den lokalen Gremien auch Atheisten oder Vertreter anderer Religionen Einfluss auf die Programme christlicher Sender nehmen.
Nach Meinung vieler christlicher Medienschaffender ist ein Kulturkampf entbrannt, der die Freiheit, zu missionieren und christliche Überzeugungen kundzutun, einschränken könnte.
Der NRB-Präsident sieht in den Gesetzen der Obama-Administration eine Herausforderung von bislang nicht gekannter Dimension. Der «Employment Non-Discrimination Act (ENDA)» könnte dazu führen, so befürchten christliche Arbeitgeber, dass christliche Schulen, Hilfswerke und Medien gegen ihren Willen auch Vertreter anderer Religionen oder Homosexuelle einstellen müssen.
Auch ein 2009 in Kraft getretenes Gesetz, das «hate crime» (Hass-Verbrechen) unter Strafe stellt, ist geeignet, christliche Überzeugungen zu kriminalisieren. In dem Gesetz werden religiöse Überzeugungen zwar als schützenswert bezeichnet. Dennoch ist es denkbar, dass Pfarrer oder Fernsehprediger angezeigt werden, wenn sie etwa Homosexualität als Sünde bezeichnen.
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